Organisationen mit Kultuszweck

Die Gründung der HILFE war Ausdruck christlicher Nächstenliebe. Gemeindeglieder helfen in soziale Not geratenen Glaubensgeschwistern.

Die Aufgaben der Genossenschaft HILFE sind in unseren Genossenschaftsstatuten wie folgt beschrieben:

" Die Genossenschaft HILFE bezweckt die Hilfeleistung an arme, kranke und bedrängte Menschen im In- und Ausland durch:

  • Ausrichtung von Unterstützungen in bar oder natura, durch Beschaffung von Wohnung oder diesbezülicher Beihilfe, durch Beiträge an die Errichtung von Alters- und Pflegeheimen.

  • Förderung des christlichen Glaubenslebens, insbesondere durch Beiträge zur Verbreitung von Gottes Wort."

Der Auftrag der HILFE ist biblisch begründet. Schon zur Zeit der Apostel wurden gottesfürchtige Männer bestimmt, sich der materiellen Nöte der Christen anzunehmen. Zu allen Zeiten der neutestamentlichen Gemeinden bildete die soziale Hilfe einen wichtigen Teil des Gemeindelebens.

Um die vorgegebenen Ziele möglichst effizient zu erreichen, arbeiten wir nach folgenden Grundsätzen:

  • Unsere Beiträge und Unterstützung sollen in erster Linie an Arme und notleidende Glaubensgeschwister unserer ETG (Nazarener) Gemeinden gehen.

  • Wo immer möglich soll unsere Hilfe eine ‚Hilfe zur Selbsthilfe’ sein.

  • Wir Arbeiten wo immer möglich mit existierenden Hilfsorganisationen der Gemeinden zusammen

  • Jeder gespendete Franken (Euro) soll auch als Fraken(Euro) zu den Hilfsbedürftigen gelangen (Reisespesen und ähnliches kennen wir nicht).

Wir können nur soviel weitergeben wie wir and Spenden. einnehmen. Durch Informationen und Sammlungen in unseren ETG- und Nazarener Gemeinden können wir unsere vielfältigen Aufgaben finanzieren. Dank euren Spenden ist es uns möglich unseren Auftrag an den Armen und Bedürftigen unserer Gemeinden wahrzunehmen.

Spenden - Gutes tun und selbst profitieren

(Aufsatz im ETG-Unterwegs Nr 05/2009, von O.Haab)

Der nachfolgende Artikel soll auf oft gestellte Fragen bezüglich der Abzugsfähigkeit von Spenden am steuerbaren Einkommen Antwort geben und Unsicherheiten in der Interpretation einiger Begriffe ausräumen. Die Aussagen gelten nur für Steuerpflichtige in der Schweiz.

Definition und Umfang  „Steuerabzug“

… diese Spende kann man von den Steuern abziehen …
Den Satz hört man häufig − er ist aber falsch! Richtig wäre: diese Spende kann man vom steuerbaren Einkommen abziehen.

Vom Steueramt wird ein Abzug wegen Gemeinnützigkeit nur zugestanden, wenn dieser in der jeweiligen Steuerperiode kumuliert mindestens CHF 100.-- beträgt.  Ausserdem ist der Abzug auch in der Höhe limitiert und zwar auf 20% des Nettoeinkommens.
Ein Beispiel: Jemand hat ein Jahreseinkommen von CHF 98'000.--. Nach getätigten Abzügen (wie Schuldzinsen, Versicherungsprämien etc.) verbleibt ein Nettoeinkommen von CHF 90'000.--. Laut Steuergesetz sind von diesem Nettoeinkommen wiederum höchstens 20% absetzbar, also Spenden in der Höhe von maximal CHF 18'000.--.

Lange Zeit waren nur Geldleistungen zum Abzug zugelassen. Seit 1.1.2006, mit der Änderung des Steuerharmonisierungsgesetzes, wurde diese Einschränkung indessen aufgehoben. Nun sind auch Naturalspenden, wie Kleider, Schuhe, Lebensmittel, oder Grundstücke − sofern bewertbar, abzugsfähig. Weiterhin ausgeschlossen bleibt dagegen der Abzug des Gegenwertes für freiwillig erbrachte Arbeit. Es ist auch von grosser Wichtigkeit, dass die Belege aufbewahrt werden. Denn nicht selten wird verkannt, dass die Beweislast der getätigten Spenden beim Steuerzahler liegt.

Steuerbefreite Organisation als Empfänger

Bei der Auswahl der zu begünstigenden Organisation muss beachtet werden, dass die gemeinnützige Institution ihren Sitz entweder in der Schweiz hat, oder, falls es sich um eine ausländische Organisation handelt, in der Schweiz eine Betriebsstätte führt. Die Institution mit öffentlichem oder gemeinnützigem Zweck muss aber in jedem Fall ihrerseits von der Steuerpflicht befreit sein. Ob eine Organisation steuerbefreit ist, erfährt man am besten von dieser selbst. Auch das ZEWO-Gütesiegel ist ein Zeichen der Steuerbefreiung. Alternativ können die kantonalen Behörden kontaktiert werden, die allerdings aus datenschutzrechtlichen Gründen nur bei einer Einzelfall-Erkundigung eine Ja/Nein-Auskunft geben können.

Organisationen mit Kultuszweck

Obwohl auch Organisationen mit ausschliesslichem Kultuszweck oft steuerbefreit sind, können Zuwendungen an diese nicht vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden (z.B. Beiträge an die Betriebskosten von ETG-Gemeinden).

Ein Sonderfall liegt aber vor, wenn die Organisation einen gemischt gemeinnützigen und kultischen Zweck verfolgt. So hat zum Beispiel die Heilsarmee sowohl einen karitativen wie auch einen kultischen Zweck. Das Gleiche gilt grundsätzlich auch für die Genossenschaft HILFE oder die Bildungs- und Freizeitstätte CREDO.

In einem solchen Fall muss die  Zuwendung ausdrücklich für den nicht-kultischen Zweck erfolgen. In der Regel müssten bei den betreffenden Organisationen für die einzelnen Zwecke getrennte Rechnungen geführt werden (z.B. wie bei der Schweiz. Missionsgemeinschaft (SMG) oder beim CREDO). Damit wird die Beweislast, die wiederum bei der spendenden Person liegt, erheblich erleichtert.
Eine klare Abgrenzung kultisch/gemeinnützig ist allerdings nicht immer möglich, da die Aktivitäten bei den „Werken“ häufig ineinandergreifen bezw. sich überlagern. Die kant. Steuerämter bewerten und gewichten das Thema vielmals unterschiedlich. Daher nochmals die Anregung Letztere nötigenfalls zu kontaktieren.

Auch juristische Personen profitieren

Es gelten dieselben Voraussetzungen für juristische wie natürliche Personen. Der Maximalbetrag von 20% definiert sich jedoch über den Reingewinn und gehört zum geschäftsmässig begründeten Aufwand. Steueroptimiert ist die Spende dann, wenn ein Unternehmer diese aus seiner Gesellschaft (AG oder GmbH) erbringt.

Voraussetzungen für die Abzugsfähigkeit einer Spende (Übersicht)

a.     Freiwillige Zuwendungen
b.     Steuerbefreiung der begünstigten Organisation
c.     Kein ausschliesslicher Kultuszweck der Organisation; oder bei gemischtem Zweck
       ausdrückliche Zuwendung für den nicht-kultischen Zweck
d.    Sitz der Organisation in der Schweiz
e.    Minimal-Spendenbetrag CHF 100.-- pro Steuerperiode
f.     Maximalabzug 20% des Nettoeinkommens
g.    
Zahlungsnachweis (Belege)

Ein Dank geht an BDO-Visura Affoltern a/A. für die wertvolle Unterstützung beim Zusammen-tragen der Rechtsgrundlagen für diesen Bericht.

Auskünfte zu diesem Bericht: Otto Haab

Steuerrecht in Deutschland

Spenden wie, wie viel, wohin?

In Deutschland werden etwa drei bis fünf Milliarden Euro pro Jahr gespendet (36 bis 60 Euro pro Kopf). Ein großer Teil davon kommt von Privatpersonen, unter diesen wiederum überwiegend von solchen, die regelmäßig spenden.
Unter Spende versteht man eine freiwillige und unentgeltliche Leistung in Form einer Geld-, Sach-, Leistungs- oder Zeitspende (Ehrenamt) für religiöse, wissenschaftliche, gemeinnützige oder politische Zwecke.

„Geben ist seliger denn Nehmen“, sagt der Volksmund.

Gehörst Du auch dazu? Wann spendest Du wie viel, wohin?

Spenden an gemeinnützige Organisationen, politische Parteien oder unabhängige Wählervereinigungen sind in Deutschland steuerlich abzugsfähig. Zu unterscheiden ist zunächst, ob die Spende von einer Privatperson getätigt wird oder von einem Unternehmen kommt. Das heißt, die Spende kann bei Privatpersonen bei der Einkommenssteuererklärung als so genannte Sonderausgabe innerhalb bestimmter Grenzen steuermindernd geltend gemacht werden.Unternehmen können die Spende bis zu einer festgesetzten Höchstgrenze pro Jahr vom Gewinn absetzen.

Gemeinnützigkeit

Bei Spenden von Privatpersonen an gemeinnützige Organisationen ist der steuermindernde Effekt abhängig vom persönlichen Steuersatz. Die Gemeinnützigkeit des Vereins, der Stiftung oder der gemeinnützigen GmbH muss durch eine vorläufige Bescheinigung über die Gemeinnützigkeit oder einen Freistellungsbescheid des Finanzamts anerkannt worden sein, das für die spendenempfangende Organisation zuständig ist.

Sonderausgabenabzug

Spenden für steuerbegünstigte Zwecke werden generell bis zur Höhe von 20 % des Gesamtbetrags der Einkünfte (GdE) als Sonderausgaben anerkannt.
Zusätzlich begünstigt sind Spenden in den Vermögensstock einer Stiftung bis zu
1 Mio. €. Für politische Parteien und Wählervereinigungen gilt die Sonderegelung, siehe unten.

Alternativ zu den 20 % des Gesamtbetrags der Einkünfte kann der Höchstbetrag auch mit 0,4 % der Summe der gesamten Umsätze und der im Kalenderjahr aufgewendeten Löhne und Gehälter berechnet werden. Das gilt für Einzelunternehmen und Personengesellschaften (anteiliger Wert des Gesellschafters). Den einkommenssteuerlichen Vorteil hat immer der Einzelunternehmer oder der Gesellschafter selbst. Dies ist in der Praxis selten von Bedeutung.

Spendenquittungen

Bei der Einkommensteuererklärung müssen die Zuwendungsbestätigungen (Spendenquittung) vorgelegt werden.

Sonderregelung für Spenden an Parteien und Wählervereinigungen

Diese Sonderregelung gilt für Parteien im Sinne des § 2 Parteiengesetzes. Die Steuerermäßigung beträgt 50 % des Spendenbetrags bis zu einem Höchstbetrag von 1.650.- €, bei zusammen veranlagten Ehegatten 3.300.- €. Von der Steuerschuld werden also max. 825.- €/1.650 € abgezogen. Den Höchstbetrag übersteigende Spenden können nach § 10b Einkommensteuer-gesetz (EStG) als Sonderausgaben bis 1.650.- € geltend gemacht werden. Insgesamt kann also eine Person 2 × 1.650.- € (Ehegatten den doppelten Betrag) steuer„begünstigt“ spenden. Der Sonderausgabenabzug nach § 10b EStG gilt nicht für Zuwendungen an Wählervereinigungen. Im Gegensatz zu dem oben dargestellten Verfahren, wo sich das zu versteuernde Einkommen reduziert, wird hier direkt die Steuerbelastung gekürzt (Steuerermäßigung).

Mitgliedsbeiträge

Spenden in diesem Sinne sind auch Mitgliedsbeiträge. Mitglieder von Parteien oder gemeinnützigen Organisationen erhalten daher häufig erst zu Jahresende eine Sammelbestätigung, in der sowohl ihre Einzelspenden als auch ihr Mitgliedsbeitrag aufgeschlüsselt sind. Mitgliedsbeiträge sind nicht in allen Fällen abzugsfähig. Das gilt z. B. für Organisationen, die den Sport, die Heimatpflege/Heimatkunde oder andere so genannten "Freizeitzwecke" fördern (§ 10b Abs. 1 Satz 2 EStG) oder wenn die Mitglieder für ihren Beitrag konkrete und individuelle Gegenleistungen erhalten (sog. unechte Mitgliedsbeiträge, die ein Leistungsentgelt darstellen).
Mitgliedsbeiträge und Spenden an ETG-Gemeinden sind in aller Regel abzugsfähig.

Spendenvortrag

Soweit Spenden die Höchstbeträge übersteigen, können sie in Folgejahre übertragen und dann jeweils wiederum innerhalb der Höchstbeträge geltend gemacht werden ("Spendenvortrag"). Der Spendenvortrag ist aber nicht vererblich.

Spenden an Stiftungen

Für Zuwendungen in den Vermögensstock von gemeinnützigen Stiftungen gilt ein zusätzlicher Höchstbetrag von insgesamt einer Million Euro innerhalb eines Zehnjahreszeitraums.

Spenden lohnt sich

Nehmen wir die Verheißungen der Heiligen Schrift ernst, so werden Spenden um ein vielfaches vermehrt. Lese mal Maleachi 3,10. Dort verheißt Gott, dass er Segen im Übermaß herabschütten wird. Er lädt uns ein ihn zu testen.

Probiere es selbst aus, es lohnt sich.

Auskünfte zu diesem Bericht: Remo Fuchs